Statements der Petition

Viele der über 4000 Unterzeichnenden unserer Petition haben ein kurzes Statement hinterlassen, weshalb sie die Petition unterzeichnen – ein Abbild der vielfältigen Gründe, sich für den Erhalt der Mattenstrasse sowie gegen Gentrifizierung und Verdrängung einzusetzen. Hier präsentieren wir eine Auswahl der über 400 Statements:

 

Affordable housing is a human right. Maintaining significant historical architecture gives a greater sense of pride, belonging and reduces the environmental impact of having to build new homes.
Alte Bausubstanz enthält Geschichte, erzählt Geschichten. Sie erhält eine Stadt lebendig. Wenn nur noch der besser verdienende Teil der Bevölkerung in der Stadt Wohnraum findet, sterben über kurz oder lang wichtige Teile einer Stadt – Vielfalt, Begegnungskultur, Lebendigkeit, gesunde Konfrontation, Farbe und Fundament.
Alte, schöne Häuser und Nachbarschaften sollen erhalten bleiben!
Basel betreibt seit langem einen eigentlichen Raubbau an seiner historischen Bausubstanz. Gegen diesen Frevel muss man sich einfach zur Wehr setzen.
because a lot of these places that are little jewels in the diversity of cities are doomed to be pushed away by investment housing
Bei mir reissen Sie auch alles ab und bauen überteuerte wohnungen hin. Man kann sich die ja gar nicht mehr leisten!
Bürgerschaftliches Engagement, die Souveränität des Individuums und die eigenverantwortliche Organisation in überschaubaren Gemeinschaften ist für mich die Zukunft unserer Gesellschaft. Diese Menschen gehen mit gutem Beispiel voran.
Compost for the neighborhood is something great!
Damit diese architektonische Gehirnwäsche mit immer denselben stereotypen und gesichtslosen „modernen“ Wohnblöcken endlich aufhört. Nur echte, von Leben erfüllte, historisch gewachsene Häuser können noch Farbe in die Stadt bringen. Wo sollen die heutigen Kinder noch lebendiges Wohnen erleben können und nicht geistig verarmen auf Asphaltbändern und zwischen verputzten Parallelen.
Der Anstieg von Mietpreisen und die damit verbundene Verdrängung von Familien und BewohnerInnen mit geringem Einkommen in die Agglos ist nicht nur ein Basel betreffendes, sondern ein globales Problem.
Der Erhalt von gütigem, bezahlbaren Wohnraum ist sehr wichtig, in einer Zeit, wo viel Mietzinse für schlechter Verdienende nicht mehr bezahlbar sind.
Die Leute, welche ich dort kennen gelernt habe, engagieren sich für neue zukunftsweisende Projekte und setzen sich für Ökologie, Foodsharing und Chancengleicheit in der Gesellschaft ein. Ich finde das unterstützenswert und stimme deshalb für einen Erhalt ihrer Wohnmöglichkeit.
Dies ist nicht nur ein wichtiges historisches Häuserensemble in einem besonderen Quartier (die Geschichte Basels hat ihren Ort nicht nur am Münsterplatz), sondern auch ein nicht ersetzbares Stück heutiges Basel mit einer Lebensqualität für alle.
Durch Neubauten gehen immer wie mehr Kleinräume und Kleinstrukturen verloren und werden meist durch nur wenig Grün ersetzt. Dies ist ein Ort der Ruhe für Mensch und Tier und soll weiter bestehen. Ich studiere Umweltingenieurwesen und sehe im Erhalt der Mattenstrasse eine Qualität für Mensch und Tier.
Ein lebendiges Haus soll keinem unpersönlichen Bauklotz weichen müssen.
Es darf nicht sein, dass ein solches architektonisches Bijou einfach „plattgemacht“ wird, damit wieder konventionelle Wohneinheiten à la Hasenstall, möglichst noch dann zu höchsten Mieten, hochgezogen werden.
Es ist sehr wichtig für einen günstigen Wohnraum zu kämpfen und seine Meinung in der Demokratie zu vertreten.
Es ist unverantwortlich und absolut asozial an solchen Häuser/ Wohnungen Luxussanierungen zu tätigen und die ganze Mieterschaft dabei auf die Strasse zu stellen.
Für eine lebendige Stadt ist es wichtig, dass Wohnraum erhalten bleibt und eine Diversität der Mieterschaft besteht.
Für mich ist es wichtig, dass eine Stadt nicht nur auf reiche Menschen ausgerichtet ist. Es sollen meiner Meinung nach alle Menschen – unabhänigig ihrer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Einkommen, Aufenthaltsstatus etc. einen Platz in der Stadt haben.
Gemeinschaftszentren wie dieses stellen eine Bereicherung des Stadtlebens dar.
Gentrifizierung muss überall gestoppt werden!
Geschichte muss für zukünftige Generationen bewahrt werden um erlebbar zu sein.
Günstiger Wohnraum in der Stadt soll erhalten bleiben. Es wird zuviel abgerissen und zuviel neu gebaut. Ich bin gegen eine solche Wegwerf-Mentalität.
I am an architect and am of the opinion that each house, if once built, should remain as long as people live in it and feel good. This old house has a special charm, which should be protected to stay for many more years.
I believe in Communitly and Solidarity
I support and have been supported by the community residing in the spaces in question. I am for the keeping of community intact.
I support this initiative because I think that a church should care for those who have less and also care about the traditionally grown structures, instead of bulldozing a historic ensemble that could be preserved.
Ich befürworte als Studierende den Erhalt von günstigem Wohnraum, gerade in dem Quartier, das seit meinem Zuzug in Basel mein Zuhause ist. Ich wohne (noch) in direkter Nachbarschaft in einem mittlerweile sanft sanierten Altbau.
Ich finde es unerträglich, dass die ganze Welt aus Gründen der Kapitalverwertung umgespatet und überall günstiger Wohnraum zerstört wird. Mit dem BVG wurden Kapitalberge geschaffen, die gegen die Interessen derer, denen das Geld eingetlich gehört, verwendet werden. Darum stören mich solche Projekte auch an anderen Orten als meinem Wohnort ganz extrem.
Ich finde es wichtig, dass es auch günstige Wohnungen gibt in Basel. Alte noch gut bewohnbare Häuser sollen geschützt werden. Es gibt schon genügend hässliche Neubauten, die dann z.B. nur als Zweitwohnungen für Uhr-und-Schmuckmesse-Besucher vermietet werden.
Ich habe eigene ähnliche Erfahrungen mit Verdrängung gemacht und setze mich dagegen ein.
Ich habe selbst 10 Jahre in Basel gewohnt, und kann mich sehr gut an die Wohnungsprobleme erinnern. Schon vor 15 Jahren war es quasi unmöglich als junger Mensch, Student oder beruflicher mit kleinem Einkommen eine Wohnung zu finden. Es ist absolut notwendig auch im „teuren“ Stadtkern günstige Wohnungen zu erhalten.  Eine Haus-oder Häusergemeinschaft, wir sie hier beschrieben wird, ist für das Stadtleben zudem sehr wichtig. Nachbarschaft braucht man. Ein engagiertes, freundliches und hilfsbereites Leben bringt Verantwortung und Fürsorge. Und das braucht die Stadt. Diese Häuser-Gemeinschaft darf nicht zerstört werden, sondern sollte im Gegenteil als Beispiel dienen. Viele andere Gemeinschaften sollten ihre Ideen aufnehmen.
Ich mag hisrorische Häuser, gewachsene Behausungen, die viel erlebt haben. Und hoffentlich noch viel erleben werden.
Ich studiere aktuell Architektur und Denkmalpflege an der Universität Bern. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen solche Bauten, die einerseits kostengünstige Wohnungen generieren und andererseits erst noch gut erhalten sind, weiterhin zu schützen. Damit meine ich nicht, das es in das kantonale Inventar aufgenommen werden muss, aber ganz unbedeutend ist dieser Wohnkomplex in meinen Augen nicht und deshalb bin ich klar für die Erhaltung des Gebäudes und wünsche den Bewohnern und allen Betroffenen, das sie dieses hübsche Gebäude mit dem schönen Innenhof weiterhin nutzen können.
Ich unterstütze den Erhalt von günstigem Wohnraum für Menschen, die nicht auf Rosen gebettet sind.
Ich verstehe nicht, warum wertvoller und günstiger Wohnraum grundlos abgeschafft werden sollte. Ich habe eine Freundin, die in diesem wunderschönen alten Haus wohnt und es ist eine wahnsinnig schöne Wohngemeinschaft, die die Wohnungen teilen. Sie engagieren sich u.A für kulturelle Veranstaltungen und es wäre sehr schade, wenn ein solch schöner Ort in Basel grundlos zerstört wird.
Ich wohne im Kleinbasel und bin sehr besorgt über den kurzsichtigen Abriss vieler schützenswerter Bauten. Wir haben auch ein Anrecht auf ein historisches Stadtbild.
Jede Ecke, jeder Winkel in einer Stadt, der noch grün ist, der noch von sich aus Geschichte zu erzählen scheint, jeder Ort der zum Träumen einlädt, den gilt es zu schützen.
Jede Stadt braucht Nischen wie diese. Basel ganz besonders. Alte Häuser zu erhalten ist wichtig.
Lebendige Stadtlandschaften statt sterile Profitprojekte!
Mattenstrasse verbinde ich mit einem Ort, der für alle/s offen steht, was Offenheit  genauso begrüsst und pflegt.
Mir ist es ein Anliegen, dass es in Basel weiterhin bezahlbaren Wohnraum gibt und dass alle bei Entscheidungen zu ihrem Wohnraum mitbestimmen können! Ausserdem kann es doch nicht sein, dass es so einfach ist funktionierende Bestandsgebäude einzureissen oder verkommen zu lassen: Weder kulturell noch ökologisch kann der bestehende Wert durch einen phantasielosen Neubau ersetzt werden!
Mir ist es wichtig, bestehende Vorbild-Wohngemeinschaften zu erhalten. Man kann viel davon lernen und anstatt solche Orte verschwinden zu lassen und überteuert an Leute zu vermieten, welche wohl nicht so offen und einladend für das Quartier da sind, sollte man noch viel mehr Orte mit günstigem Wohnraum und genügend Möglichkeiten zur Selbstbestimmung errichten. Gemeinschaft ist wichtig!
Neben der modernen Überbauung des Erlenmattquartier ist als Ausgleich der Erhalt alter Häuser wichtig, auch für einkommensschwächere Menschen.
per me è estremamente importante recuperare e conservare il patrimonio architettonico della mia città, insieme con la sua cultura e storia.
Recht auf Wohnen!
Sanfte Renovation ist besser für die erhaltenswerten Häuser. Ausserdem ist eine funktionierende Nachbarschaft in der Stadt eher selten. Eine Gemeinschaft die einander hilft, ist etwas wunderschönes. Die „Vinzenz-Konferenz St. Marien“ sollte nicht nur christliches Denken predigen, es wäre besser, sie würden es auch leben.
Solche Wohnorte innerhalb der Stadt Basel sind wichtig und notwendig für ein vielfältiges und aktives Zusammenleben der Basler Bevölkerung, sowohl auf kultureller, als auch sozialer Ebene.
The Mattenstreet is needed to be protected due to its velue for its culture friendly neighbourhood and its helping hand for local commit to grow family and community health.
Um ein Stück Kleinbasler Geschichte zu bewahren.
Weil der bezahlbare Wohnraum ein Gut ist, welches man beschützen muss. Somit kann man Rücksicht nehmen auf weniger verdienende. Zudem wurde die Mattenstasse 74/76 mit viel Liebe gestaltet. Sie bietet mit ihrem Kaffe ein Treffpunkt für Jung bis Alt.
Weil ein das Haus mit seinen Einwohnern eine Bereicherung für das ganze Quartier ist und erhalten bleiben sollte, damit es weiterhin unser Quartier bereichern kann.
Weil es durchaus Sinn macht, das schöne Basel schön zulassen.
Weil es eine Anerkennung sozialer Projekte braucht und Stadtplanung nicht gegen die Interessen der StadtbewohnerInnen betrieben werden sollte.
Weil mit der Gentrifizierung immer mehr bezahlbaren Wohnraum anhand von gesichtslosen Grossprojekten verloren geht und so die Mittel und Unterschicht immer mehr aus der Stadt gedrängt wird. Es sollte allen Menschen möglich sein, sich ein bezahlbaren Wohnraum an mehr oder weniger beliebigen Ort suchen und erhalten zu können.
Weil ich die Schranzs Küche sooo sehr mag.
Weil ich früher auch an der Mattenstrasse gewohnt habe. Lebendiger Lebensraum ist wichtig. Erhalten wir ihn!
Weil ich Nachbarin bin!
Weil ich selber bei meiner Wohnung dies erlebe. Wir müssen alle raus aus der Haltingerstrasse und es ist sehr schwer, eine günstige geräumige Wohnung zu finden!
Weil Kreativität und Solidariät in einer Gesellschaft gerade in solchen Projekten gelebt und entwickelt werden. Sie sind für mich unverzichtbar in unserer globalen und kommerziell ausgerichteten Welt.
Wertvolle Plätze in Basel sollen stehen bleiben! Es ist schade, wird alles modernisiert und gleichzeitig steigen die Mietpreise. Wir brauchen diese Zeitzeugen wie die Mattenstrasse, die Ateliers und Orte der Begegnung. Deshalb unterschreibe ich diese Petition.
When I came to Basel, I visited and stayed with a friend who lives here for a few days. The atmosphere is incredible; a brief respite from the stale and gentrified rest of pretty much the entire country. For this building and everything they do here (which is very forward-thinking, especially for Switzerland), to be gone would be an absolute shame, and actually just embarrassing for whomever is behind this idea.
Wohnraum und Boden kann man nicht beliebig produzieren. Das Märchen vom freien Markt funktioniert hier erst recht nicht. Umso wichtiger ist es deshalb, bezahlbaren Wohnraum wie jenen an der Mattenstrasse zu bewahren und gegen die Profitgier von Unternehmen und Kirche zu schützen. Zudem ist die Mattenstrasse 74/76 und der Innenhof ein sozialer und solidarischer Treffpunkt.
Zahlbare Wohnungen für alle. Man muss nicht altes durch neues ersetzen, nur um Profit zumachen. RECHT AUF WOHNEN AUCH FÜR SOZIAL SCHWACHE