Fotoausstellung Wundertüte

ausstellungwundertueteAb dem Freitag, 3. November 2017 bis zum 2. März 2018 werden im Diakonissenhaus in Riehen Fotos unserer Nachbarin Damaris Thalmann ausgestellt. Mit dabei sind auch viele Bilder von Wohnungen und BewohnerInnen der Mattenstrasse 74/76.

Infos zur Ausstellung (als pdf):

Die Suche nach der Wundertüte

3. November 2017 – 2. März 2018

Im Geistlich-diakonischen Zentrum der Kommunität Diakonissenhaus Riehen, Spitalweg 20, 4125 Riehen.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag:
10:00 – 11:30 Uhr
13:30 – 17:00 Uhr

Führungen

Mit Damaris Thalmann am
8. Dezember 2017, 12. Januar 2018
und 9. Februar 2018 um 19:30 Uhr.

Damaris Thalmann ist Kunstpädagogin mit einem langjährigen fotografischen Schwerpunkt. Ihre eigene künstlerische Arbeit entspringt aus der Neugier und der Faszination des Fremden und Alltäglichen.

Zu den Mattenstrasse-Bildern schreibt Damaris:

„Wer die Menschen an der Mattenstrasse 74/76 besucht, wird auf offene Türen stossen. Durch das Tor hindurch gelangt man förmlich in eine Oase mitten in der Stadt Basel. Die Menschen, die dort wohnen, leben gemeinsam. Man trifft sich im Innenhof um zu reden, zu essen oder zu feiern. Über die letzten 100 Jahre ist ein historisches Häuserensemble entstanden, welches ein Lebensraum für Begegnungen wurde. Eine Idylle, die schlimmstenfalls nur noch wenige Monate bestehen wird.

Von meiner Wohnung aus kann ich das rege Treiben beobachten und aus Neugier, ausgerüstet mit der Kamera, betrat ich eines Tages den Innenhof und lernte die BewohnerInnen kennen. Durch das Suchen nach Bildern, die den drohenden Abriss und den damit verbundenen Auszug verkörpern, trat ich in Beziehung mit einem Ort, der wunderbares in sich birgt. Jede Wohnungstüre verbarg eine kleine Welt, in der Menschen ein Zuhause gefunden haben. Dass dieser Ort vielleicht bald nicht mehr existiert, ist für mich undenkbar. Die Fotografien sollen aber nicht nur das Schwere und Traurige dokumentieren, sondern auch das Leben, dass sich in diesen Räumen und in dieser Architektur abspielt. Die BewohnerInnen setzen sich für ihr Zuhause vehement ein und stossen damit auf offene, wie auch taube Ohren. Durch die Fotografie wird Begegnung geschaffen und es findet eine Auseinandersetzung über den Erhalt von Lebensraum statt. Die gezeigten Bilder erzählen Geschichten, die das Leben an der Mattenstrasse 74/76 schreibt. Den BetrachterInnen ist freigestellt, was für eine Haltung sie gegenüber solchen Lebensräumen in Städten einnehmen.“